Ökologie

Aus Motorsägen-Portal
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unterschiede zwischen Nadelholz und Laubholz im Bezug auf den Zellaufbau

Unterschiede zwischen Nadelholz und Laubholz im Bezug auf den Zellaufbau

Vorwort

Nadel- und Laubhölzer unterscheiden sich signifikant in ihrem Aufbau, was auf ihre unterschiedlichen Entwicklungsstufen zurück zu führen ist. Nadelhölzer sind ungefähr doppelt so alt und deswegen in ihrem Aufbau einfacher.

Nadelholz

Aufbau des Nadelholz: Die Jahrringe bestehen aus zwei Teilen, dem Früh- und dem Spätholz. Das Frühholz entsteht während der Vegetationsperiode und seine Zellen haben einen großen Durchmesser, aber schmale Zellwände. Das Spätholz hingegen hat kleinere Durchmesser und dafür dicke Zellwände. 95 Prozent des NH besteht aus sogenannten Tracheiden (toten Zellen), das sind langgezogene, schmale, an beiden Enden zugespitzte verholzte Zellen mit großem Durchmesser. Die Zellen dienen dem Wassertransport und sind deshalb mit Hoftüpfeln ausgestattet, die zwischen zwei Zellen in der Zellwand sitzen. Die Tüpfel bestehen aus einer Mittellamelle, einer Primär- und einer Sekundärwand. Die Mittellamelle übernimmt die Funktion der Abschottung und des Durchlassens. je nach dem, ob Wasser transportiert wird (Kapillarkraft) oder nicht (Druckabfall durch den Sog der trockenen Luft) wird die Mittellamelle gegen die Primärwand gedrückt und öffnet, bzw. schliesst so die Zelle. Die restlichen 5 Prozent des Nadelholzes bestehen aus Holzstrahlen, die radial von innen nach außen verlaufen . Sie übernehmen den Stofftransport und die Einlagerung von Reservestoffen aus der Assimilation. Sie bestehen aus 3-15 Zellen lange Zellketten, die immer nur genau eine Zelle breit und spindelförmig aufgebaut sind. Die unterste und oberste Zelle der Kette ist hohl (tot), die dazwischenliegenden sind aufgefüllt (lebende Parenchymzellen). Die toten Zellen sind für den Wassertransport in radialer Richtung zuständig, die lebenden Zellen für die Stoffeinlagerung. Neben den Tracheiden und den Holzstrahlen gibt es bei einigen Nadelhölzern noch Harzkanäle, die für die Harzbildung zuständig sind. Nicht alle NH bilden Harz, z.B. die Eibe ist Harzfrei.


Laubholz

Laubhölzer sind die höher entwickelten Baumarten. Auch sie bestehen aus zwei Zelltypen, den Tracheiden und den Parenchymzellen. Die Tracheide sind für die Einlagerung von Wasser zuständig. Der Transport des Wassers wird durch Tracheen übernommen. Tracheen sind kurze, tönnchenförmige Zellen mit großem Durchmesser, bei denen die Zellwände aufgelöst werden. Der Wasserfluss ist ungehindert und insofern läuft der Wassertransport 30-50 mal schneller ab als bei Nadelhölzern. Wegen ihres großen Durchmessers werden sie in einigen Lehrbüchern auch Gefäße genannt. Die Holzstrahlen bestehen aus lebenden parenchymatischen Zellketten, die zwei oder mehr Zellen breit sind. Die Ketten weißen keine Tracheidzellen (tote Zellen) auf. Sie dienen der Reservestoffeinlagerung; Ausserdem findet man in Laubhölzern noch freie Parenchymzellen: sie steuern ebenfalls den Wassertransport und gelten deswegen als Tracheenbegleitende Parenchymzellen; Der letzte Bestandteil von Nadelholz besteht aus Libriformfasern. Sie dienen der Holzstabilisierung und der Festigkeit und sind stark verholzte, deutlich langgezogene, zugespitzte Zellen im Parenchym.